Kondensatableiterprüfung mit dem SDT 200 und SDT 270

Kondensatableiterprüfung mit Ultraschall

Was ist ein Kondensatableiter?

Kondensatableiter (auch Kondensomat genannt) sind Regelarmaturen, die selbsttätig das sich in Dampfleitungen und Umformungsprozessen bildende Kondensat in eine meist parallele Rohrleitung ableiten, ohne dass Wasserdampf selbst in nennenswertem Umfang aus der Leitung austritt. In den meisten Anlagen der chemischen, pharmazeutischen und energietechnischen Industrie wird Wasserdampf als Wärmeträgermedium verwendet. Dieses wird meist zentral in verschiedenen Druckstufen, beispielsweise von einem Kraftwerk, zur Verfügung gestellt. Durch Leitungsverluste, sowie durch die jeweiligen Anwendungen führt Energieabgabe zur Kondensation eines Teils des Dampfes. Um Dampfschlag zu verhindern und um für einen effektiven Energieeinsatz zu sorgen, muss Kondensat frühzeitig aus dem System genommen werden. Auch bei der Rückführung des Kondensats in das System kommen Kondensatableiter zum Einsatz, um zu gewährleisten, dass sich in den noch immer unter Überdruck stehenden Rückleitungen ausschließlich Wasser befindet.

Notwendigkeit von Inspektionen

Defekte an Kondensomaten können durch verschiedene Schäden verursacht werden: Korrosion, deregulierte Dampf-Systeme, technische Fehlkonzeptionen,… Statistiken zeigen, dass 15 bis 30 % aller Kondensatableiter fehlerhaft durchlässig sind (durchblasen). Ableiter können ebenfalls fehlerhaft geschlossen sein oder flattern (offen/zu). Diese Fehlfunktionen führen direkt zu Energie und Geldverschwendung in Folge von Dampfverlusten und ineffizienter Wärmeübertragung. Indirekte Folge ist das vorzeitige Versagen anderer Dampf-Komponenten durch deregulierten Dampfstrom, Wasserschlag und Korrosion. Dies führt zu negativen Ergebnissen (Sicherheitsmängel, Effizienzrückgang , ungeplante Produktionsausfälle,…).

Effiziente Fehlererkennung an Kondensatableitern: Eine Kombination von Techniken

1. Visuelle Inspektion

Bei der visuellen Inspektion wird geprüft, ob das Ablassventil funktioniert. Dieses erfordert den Ablass von Dampf in die Atmosphäre, was gleich Fragen der Sicherheit aufwirft. Da es den geschlossenen Teil des Systems öffnet ist diese Methode nicht 100% zuverlässig. Visuelle Inspektionen sind wichtig, weil ein geschulter Prüfer nach möglichen Problemen in den Anlagen Ausschau halten kann.

2. Thermale Inspektion

Ein weiteres Prüfverfahren ist die Routineuntersuchung von Kondensatableitern mit Kontakt-oder Infrarotthermometern. Das Messen und der Vergleich von Vor- und Rücklauftemperatur kann fehlerhaft geöffnete Ableiter offenbaren.. Aber variablen wie Gegendruck, machen die Temperaturkontrolle ungenauer. Thermale Inspektionen sind nützlich zur Identifizierung von Wärmeverlusten, Überlastungen, und Druckaufbau. Sich nur auf diese Methode allein zu verlassen, erfasst nicht das Gesamtbild.

3. Ultraschall Inspektion

Ultraschallprüfung bindet alle anderen Inspektionen zusammen und sorgt dafür, dass nichts übersehen wird. Die Vorteile der Ultraschall-Inspektion von Kondensatableitern: Ableiter mit Fehlern im Frühstadium erzeugen Ultraschallsignale. SDT Technologie ermöglicht das erkennen und deren Umsetztung in akustische und auswertbare Signale. Die SDT Ultraschalldetektoren verschieben exakt spezifische Ultraschallfrequenzen in hörbare Frequenzen. Das gibt dem Inspektor einen representativen Einblick in den Kondensomaten.

Geht man nur von dem Wärmebild aus, scheint der Kondensatableiter in Ordnung zu sein. Der Inspektor entschied sich aber zusätzlich für die Ultraschallmethode. Mit Hilfe des SDT 270/200 und der RS1 Körperschallsonde konnte man das Geräusch hören, analysieren und aufzeichnen. Der Kondensatableiter hatte einen klar hörbaren mechanischen Fehler. Das ist ein starkes Beispiel dafür, wie sich diese drei Technologien einander ergänzen.

Schulung Leckagemessgerät SDT 200 / 200

HDS Messtechnik bietet auch Schulungen für das SDT 200 / 270 zum Thema Vorbeugende Instandhaltung mit Ultraschall an.
Mehr über die Schulungen erfahren Sie hier.